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Von der SmartCam bis zum Server: evopro setzt auf ctrlX OS

  • evopro systems engineering AG ist neuer ctrlX OS OEM
  • Mit der evoVIU VIUx bringt evopro die erste Software Defined Camera auf neuer Plattform auf den Markt
  • VISIONWEBx wird als App für ctrlX OS verfügbar und ermöglicht die Entwicklung, den Betrieb und die Skalierung von Vision-Anwendungen

Industrielle Bildverarbeitung stellt je nach Anwendung sehr unterschiedliche Anforderungen an Rechenleistung und Hardware – von der kompakten Kamera direkt an der Maschine bis zum leistungsfähigen Server. Häufig gehen damit unterschiedliche Plattformen und Entwicklungsumgebungen einher, was den Engineeringaufwand erhöht. Die evopro systems engineering AG setzt bei ihrer neuen Vision-Automation-Plattform auf das Linux-basierte Betriebssystem ctrlX OS von Bosch Rexroth und wird ctrlX OS OEM-Partner. In Verbindung mit der Vision-Software VISIONWEBx entsteht eine durchgängige Softwarebasis, auf der sich Vision-Anwendungen betreiben und skalieren lassen.

evopro systems engineering AG bringt mit der evoVIU VIUx die erste Software Defined Camera auf den Markt und setzt dabei auf das Linux-basierte Betriebssystem ctrlX OS von Bosch Rexroth.

Mit der evoVIU VIUx bringt evopro, ein Tochterunternehmen der Bertrandt AG, die erste Software Defined Camera auf einer neuen Plattform auf den Markt. Sie verbindet industrielle Bildverarbeitung, Edge AI und Automatisierung direkt an der Maschine. VISIONWEBx wird dafür auf ctrlX OS portiert und als App im ctrlX OS Store verfügbar. Damit steht für Vision-Anwendungen eine gemeinsame Entwicklungs- und Laufzeitumgebung zur Verfügung, die sich auf unterschiedlicher Hardware mit ctrlX OS nutzen lässt.

„Mit evopro gewinnen wir einen OEM-Partner, der Machine Vision konsequent mit Automatisierung verbindet. Die Kombination aus VISIONWEBx und ctrlX OS schafft eine durchgängige Basis für industrielle Bildverarbeitung – von der Software Defined Camera über Edge Controller und IPCs bis hin zum Server. Anwender können die jeweils passende Hardware für ihre Anforderungen wählen und entwickeln ihre Vision-Anwendung künftig nur einmal“, sagt Steffen Winkler, Vertriebsleitung der Business Unit Automation & Electrification Solutions bei Bosch Rexroth.

Eine Softwarebasis für unterschiedliche Leistungsklassen

Kern der Architektur ist die Portierung von VISIONWEBx auf ctrlX OS. Mit der browserbasierten Entwicklungs- und Laufzeitumgebung von evopro lassen sich visuelle Workflows erstellen, konfigurieren und betreiben. Durch ctrlX OS als hardwareunabhängiges Betriebssystem wird diese Umgebung über unterschiedliche Geräte- und Leistungsklassen hinweg nutzbar.

Eine Vision-Anwendung kann beispielsweise auf der evoVIU VIUx direkt an der Maschine starten und bei steigenden Anforderungen auf einer ctrlX CORE, einem leistungsfähigeren ctrlX IPC mit GPU oder einem Server mit der virtuellen Version von ctrlX OS betrieben werden. Entwicklungsumgebung und Applikations-Know-how bleiben dabei erhalten. So lassen sich Rechenleistung und Hardware an veränderte Anforderungen anpassen, ohne die Vision-Lösung für jede Geräteklasse neu entwickeln zu müssen.

Software Defined Camera verbindet Vision und Automatisierung

Mit der evoVIU VIUx überführt evopro das Prinzip der SmartCam in die Geräteklasse der Software Defined Camera. Die Kamera erfasst und verarbeitet Bilddaten dort, wo sie entstehen, und stellt die Ergebnisse mit geringer Latenz für automatisierte Prozesse und KI-gestützte Entscheidungen bereit.

Ein NXP i.MX95-Prozessor und ein Hailo-8 KI-Beschleuniger bieten Rechenleistung für anspruchsvolle Machine-Vision- und Edge-AI-Anwendungen. Unterschiedliche Sensoroptionen – von SWIR und hochauflösenden Global-Shutter-Sensoren bis zu ToF für die 3D-Tiefenerfassung – ermöglichen den Einsatz für verschiedene industrielle Bildverarbeitungsaufgaben. Dazu gehören beispielsweise Qualitätsprüfung, OCR und Codeerkennung, Anomalie- und Objekterkennung sowie Prozessüberwachung.

Durch die enge Verzahnung mit der Automatisierung lassen sich die gewonnenen Informationen direkt für nachgelagerte Prozesse nutzen. Über EtherCAT können zudem Automatisierungskomponenten bis hin zu Achsen angebunden werden. Separate Schnittstellen binden die Kamera in IT- und OT-Netzwerke ein.

Vision- und KI-Funktionen flexibel erweitern

Als Betriebssystem der evoVIU VIUx bildet ctrlX OS die softwareseitige Verbindung zur Automatisierungswelt. Die offene, App-basierte Architektur verbindet Vision und KI mit Automatisierungs- und Kommunikationsfunktionen auf einer Plattform.

Damit unterstreicht die OEM-Partnerschaft den hardwareunabhängigen Ansatz von ctrlX OS. Das Betriebssystem ist nicht auf Steuerungshardware von Bosch Rexroth beschränkt, sondern kann von Geräteherstellern als Basis eigener Produkte eingesetzt werden. Parallel zur OEM-Partnerschaft tritt evopro dem Partnernetzwerk ctrlX World bei und stellt VISIONWEBx als App für ctrlX OS bereit. So lässt sich die Vision-Software mit weiteren Anwendungen aus dem ctrlX OS Ecosystem verknüpfen und ausbauen.

„Für Physical AI müssen Bildverarbeitung, KI und Automatisierung nahtlos zusammenspielen. Entscheidend ist, Informationen aus der Umgebung nicht nur zu erfassen und auszuwerten, sondern sie unmittelbar für automatisierte Prozesse nutzbar zu machen. Die offene Softwarearchitektur gibt uns dabei die Möglichkeit, Vision- und KI-Funktionen flexibel mit weiteren Automatisierungsfunktionen zu kombinieren“, sagt Stefan Kraus, Leiter Produktentwicklung und Produktmanager evoVIU bei der evopro systems engineering AG.

Von Qualitätsprüfung bis Robotik

Die Plattform deckt ein breites Spektrum industrieller Anwendungen ab. In der Fertigung können Vision-Anwendungen beispielsweise für Qualitätsprüfung, OCR und Codeerkennung oder Prozessüberwachung eingesetzt und bei Bedarf um KI-Funktionen ergänzt werden. In der Robotik lassen sich visuelle Informationen für Objekterkennung, Lokalisierung und Pick-and-Place-Anwendungen nutzen. Auch in der Intralogistik können Objekte identifiziert, nachverfolgt und Materialflüsse überwacht werden. Damit wird industrielle Bildverarbeitung zum integrierten Bestandteil durchgängiger Automatisierungsprozesse.

Bosch Rexroth sorgt als ein weltweit führender Anbieter von Antriebs- und Steuerungstechnologien für effiziente, leistungsstarke und sichere Bewegung in Maschinen und Anlagen jeder Art und Größenordnung. Das Unternehmen bündelt weltweite Anwendungserfahrungen in den Marktsegmenten Mobile und Industrie-Anwendungen sowie Fabrikautomation. Mit intelligenten Komponenten, maßgeschneiderten Systemlösungen, Engineering sowie Dienstleistungen schafft Bosch Rexroth die Voraussetzungen für vollständig vernetzbare Anwendungen. Bosch Rexroth bietet seinen Kunden Hydraulik, Elektrische Antriebs- und Steuerungstechnik, Getriebetechnik sowie Linear- und Montagetechnik einschließlich Software und Schnittstellen ins Internet der Dinge. Mit einer Präsenz in mehr als 80 Ländern erwirtschafteten rund 31.900 Mitarbeitende 2025 einen Umsatz von 6,5 Milliarden Euro.

Mehr Informationen unter www.boschrexroth.com

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunter-nehmen mit weltweit rund 413 000 Mitarbeitenden (Stand: 31.12.2025). Sie erwirtschaftete
im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 91 Milliarden Euro. Die Geschäftsaktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Mit seiner Geschäftstätigkeit will das Unternehmen übergreifende Trends wie Automatisierung, Digitalisierung, Elektrifizierung und künstliche Intelligenz technologisch mitgestalten. Die breite Aufstellung über Branchen und Regionen hinweg stärkt die Innovationskraft und Robustheit von Bosch. Mit seiner ausgewiesenen Kompetenz bei Hard-, Software und Services ist das Unternehmen in der Lage, Kunden domänen-übergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Zudem setzt Bosch sein Know-how in den Bereichen Vernetzung und künstliche Intelligenz ein, um intelligente sowie nutzerfreundliche Produkte zu entwickeln und zu fertigen. Bosch will mit „Technik fürs Leben“ dazu beitragen, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH sowie ihre rund 500 Tochter- und Regionalgesellschaften in mehr als 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 82 000 Mitarbeitende in Forschung und Entwicklung.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de

 

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Porträt eines Mannes, der in einer Produktionshalle steht; der Hintergrund ist leicht unscharf.

Steffen Winkler

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