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Retrofit-Lösungen von BFR Systems mit Komponenten von Bosch Rexroth
Seit fast 40 Jahren fertigt die Alliance Océane, ein Unternehmen der Savencia-Gruppe, Surimi der Marke Coraya im französischen Ort Carentan-les-Marais. Erst kürzlich hat das Unternehmen zwei mit Hochgeschwindigkeit arbeitende Pick-and-Place-Roboterzellen modernisiert und dafür die Unterstützung der Service-Abteilung von BFR Systems in Anspruch genommen. Dabei kamen auch Automatisierungskomponenten von Bosch Rexroth zum Einsatz.
Der Bedarf: Überalterung der Delta-Roboter stoppen
Auf dieser über 25 Jahre alten Fertigungslinie sind Roboter dafür verantwortlich, Beutel von Förderern zu entnehmen und in Trays zu legen. Allerdings ließen sich diese Roboter auf Grund ihres Alters nicht mehr warten, so dass die weitere Fertigung im Betrieb zum Teil gefährdet war.
Jean-Noël Mariette, Head of Capital Projects bei Alliance Océane, hatte folglich zwei Optionen: Komplettaustausch oder Nachrüstung. Die Entscheidung fiel letztlich auf eine Nachrüstung, da ihn der Ansatz von BFR Systems überzeugt hat.
„Sie hatten für diese Marke bereits Nachrüstprojekte bearbeitet. Das gab uns das nötige Vertrauen. Besonders begeistert waren wir von ihrem mehrstufigen Modernisierungsansatz, mit dem wir genau den Grad an Nachrüstung auswählen konnten, der unseren Bedürfnissen am Besten entsprach. Als in Frankreich ansässiges Unternehmen war die Nähe von BFR Systems ein weiterer wichtiger Faktor für uns. Das hat die Kommunikation und die Nachverfolgung der Projekte erheblich erleichtert“, erklärt er.
Schaltschrank der Roboterzellen bei Alliance Océane
Die Chance: Retrofit-Angebote von BFR Systems
Maschinen und Verpackungslinien nachzurüsten, ist eine wirtschaftlich und ökologisch attraktive Alternative. Rodolphe Duchateau, dem Leiter des Standorts der BFR Systems in Mauves-sur-Loire, ist es gelungen, dieses Serviceangebot noch auszuweiten. Dafür stützt er sich einerseits auf die Erfahrungen des Unternehmens als Maschinenbauer und andererseits auf die Partnerschaft mit Bosch Rexroth.
„Unsere Nachrüstlösungen bieten wir nicht nur für eigene Maschinen, sondern auch für Verpackungsausrüstungen, vertikale Form-, Abfüll- und Siegelmaschinen sowie Hochgeschwindigkeitsroboter anderer Marken“, erklärt er.
„Retrofit-Lösungen bilden heute ein Drittel der Aufträge an unserem Standort in Mauves-sur-Loire in der Nähe von Nantes. Und wir gehen davon aus, dass dieser Anteil weiter wachsen wird, da die Nachfrage nach unserer Kompetenz ständig steigt.“
Die Einschränkung: Beibehaltung der von den ursprünglichen Robotern erreichten hohen Geschwindigkeiten
Eine der größten Herausforderungen dieses Projekts war die Aufrechterhaltung der Linienleistung, die vom hohen Durchsatz der Delta-Roboter abhängig ist.
„Unsere Linie wurde für die Verarbeitung von mehreren hundert Beuteln pro Minute entwickelt. Folglich war es für uns von entscheidender Bedeutung, denselben Durchsatz auch auf der modernisierten Linie zu erreichen“, sagt Jean-Noël Mariette.
François Cabral, Anwendungsingenieur bei Bosch Rexroth, dazu:
„So hohe Geschwindigkeiten erreicht man nur mit schnellen, präzisen und glatten Durchläufen. Und genau dafür sorgt die Kombination aus unseren Steuergeräten und Antrieben. Eine solche integrierte Lösung für Roboterkinematik und Achsenbewegungssteuerung liefert eine außerordentliche Rechenleistung mit Reaktionszeiten im Mikro- und sogar Nanosekundenbereich sowie hochpräzise Bewegungssteuerung.“
Innerhalb von 2 Wochen demontiert und wieder in Betrieb genommen
Letztlich hat man beschlossen, nur die äußere Struktur der Zellen beizubehalten und die Robotermechanik bzw. die Automatisierungssysteme komplett zu ersetzen. Die größte Herausforderung bestand darin, diese Nachrüstung mit minimalen Ausfallzeiten der Fertigungslinie zu organisieren.
Dank des Engagements der Teams, einer gründlichen Vorbereitung und der Flexibilität der von Bosch Rexroth bereitgestellten Lösungen konnten die Zellen innerhalb von nur zwei Wochen vollständig abgebaut und wieder in Betrieb genommen werden.
„Die Termine wurden fristgerecht eingehalten“, erklärt Jean-Noël Mariette.
„Grund dafür waren meiner Ansicht nach sowohl die Kompetenz und Erfahrungen unserer Partner als auch die Qualität ihrer Unterstützung. Von Anfang bis Ende war ein einziger Projektmanager für uns zuständig. Das hat den gesamten Prozess beschleunigt.“
Wartungsfähigkeit für die nächsten 25 Jahre
Ziel dieser Nachrüstung war es, den Roboterzellen ein zweites Leben zu schenken. Und dieses Ziel hat man erreicht. Dank der Zusagen von Bosch Rexroth konnte die Betriebslebensdauer quasi verdoppelt werden.
„Unsere Arbeit geht weit über die regulatorischen Anforderungen hinaus. Wir sorgen dafür, dass wichtige Komponenten über 25 Jahre nach dem offiziellen Vertriebsende verfügbar sind und nutzbar bleiben“, erklärt François Cabral.
„Die Nachhaltigkeit unserer Zellen ist nun auf lange Sicht gewährleistet. Wir können uns sowohl auf die Unterstützung der Teams von BFR Systems vor Ort als auch auf die Präsenz von Bosch Rexroth in Frankreich verlassen, die deren Betrieb und Wartung optimieren“, erklärt Jean-Noël Mariette abschließend.
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