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Bosch Rexroth und AMD bringen Industrial AI direkt an die Maschine

  • Bosch Rexroth erweitert ctrlX OS Ecosystem gemeinsam mit AMD
  • AMD-Embedded-Plattformen verbinden CPU-, GPU- und NPU-Ressourcen für lokale KI-Anwendungen
  • KI-Agenten können mit ctrlX OS direkt auf der Maschine ausgeführt werden – ohne zusätzliche Beschleunigerkarten oder Cloud-Infrastruktur

Bosch Rexroth und AMD arbeiten gemeinsam daran, Software Defined Automation und Industrial AI auf Basis des ctrlX OS Ecosystems voranzutreiben. Dabei unterstützt das Betriebssystem ctrlX OS eine breite Palette von AMD Embedded Prozessoren. Die Kombination aus dem offenen, Linux-basierten Betriebssystem und moderner AMD-Hardware schafft die Voraussetzung, auch anspruchsvolle KI-Anwendungen direkt auf Maschinen und Anlagen auszuführen. Mehrere KI-Agenten können dabei vollständig lokal arbeiten und auf Maschinenwissen sowie Engineering- und Prozessdaten zugreifen.

Das Betriebssystem ctrlX OS unterstützt eine breite Palette an Embedded-Prozessoren von AMD.

Während ctrlX AUTOMATION Agentic AI auf Ebene der Automatisierungsplattform tief verankert, ermöglicht ctrlX OS als offenes industrielles Betriebssystem, KI-Anwendungen auf unterschiedlichen Hardware-Plattformen direkt an der Maschine auszuführen.

Die AI-Embedded-Plattform AMD Ryzen™️ vereint CPU-, GPU- und NPU-Ressourcen in einem System und stellt damit Rechenleistung für klassische Automatisierungsaufgaben, Grafikverarbeitung und KI-Inferenz bereit. In Verbindung mit ctrlX OS können Anwender die jeweils geeigneten Rechenressourcen gezielt für unterschiedliche Automatisierungs- und KI-Anwendungen nutzen.

„Mit Industrial AI steigen die Anforderungen an die Rechenleistung direkt an der Maschine erheblich. Gleichzeitig wollen Anwender offen bleiben und selbst entscheiden können, welche Hardware, Software und KI-Modelle sie einsetzen. Gemeinsam mit AMD schaffen wir dafür eine leistungsfähige Grundlage: ctrlX OS verbindet die Automatisierungswelt mit modernen Computing- und KI-Ressourcen“, sagt Steffen Winkler, Vertriebsleitung der Business Unit Automation & Electrification Solutions bei Bosch Rexroth.

KI-Agenten arbeiten lokal mit der Maschine

Dass sich dieser Ansatz bereits praktisch umsetzen lässt, demonstrierten Bosch Rexroth und AMD im Juli auf der AMD Advancing AI 2026: Mehrere KI-Agenten sowie das Large Language Model (LLM) liefen vollständig lokal auf AMD-Edge-Hardware mit ctrlX OS und nutzten CPU-, GPU- und NPU-Ressourcen für die lokale Inferenz.

Die KI-Agenten greifen über den ctrlX Data Layer sowie einen zentralen Model Context Protokoll (MCP) Server auf Maschinenwissen, Engineering-Daten und aktuelle Prozessdaten zu. Der MCP-Server läuft auf ctrlX OS und verbindet alle relevanten Schnittstellen bei Bosch Rexroth und Endkunden. Damit erhält die Künstliche Intelligenz den erforderlichen industriellen Kontext direkt aus der Automatisierungsumgebung. KI-Agenten können so direkt dort eingesetzt werden, wo die relevanten Daten entstehen.

KI ohne zusätzliche Beschleunigerkarten und Cloud-Abhängigkeit

Für Maschinenbauer und -betreiber bringt die lokale Inferenz konkrete Vorteile: Produktions- und Maschinendaten können innerhalb der eigenen Infrastruktur verbleiben, laufende Cloud-Inferenzkosten entfallen und kurze Reaktionszeiten werden möglich. Zusätzliche Beschleunigerkarten oder Cloud-Infrastruktur sind dafür nicht erforderlich.

Mehr Möglichkeiten für Software Defined Automation

Die Partnerschaft mit AMD als Chiphersteller folgt dem Grundgedanken von ctrlX OS: Software und Hardware werden konsequent voneinander entkoppelt. Maschinenbauer und OEMs erhalten damit zusätzliche Möglichkeiten, Hardware und Rechenleistung passend zur jeweiligen Anwendung auszuwählen und gleichzeitig auf eine einheitliche Software-Basis zu setzen.

„Die AMD-Embedded-Prozessoren der nächsten Generation sind für anspruchsvolle Edge-Anwendungen optimiert. Für Maschinenbauer ist entscheidend, wie schnell sie diese Leistung für spezifische Anwendungen nutzen können. Mit ctrlX OS erhalten sie direkten Zugriff auf ein wachsendes Ökosystem aus industriellen Anwendungen und Funktionen auf Plattformen, die auf AMD-Embedded-Prozessoren basieren. So können sie neue Anwendungen implementieren, ohne für jede Hardwareplattform einen separaten Software-Stack entwickeln zu müssen“, sagt Amey Deosthali, Leiterin der Bereiche Robotik, Industrie und Gesundheitswesen bei AMD.

Von der Zusammenarbeit profitieren beide Seiten der Automatisierungskette: Gerätehersteller können ctrlX OS einfacher auf leistungsfähiger AMD-Hardware einsetzen und eigene Lösungen entwickeln. Anwender erhalten wiederum Zugang zu hoher, flexibel nutzbarer Rechenleistung für anspruchsvolle Automatisierungs-, Vision- und KI-Anwendungen.

Bosch Rexroth sorgt als ein weltweit führender Anbieter von Antriebs- und Steuerungstechnologien für effiziente, leistungsstarke und sichere Bewegung in Maschinen und Anlagen jeder Art und Größenordnung. Das Unternehmen bündelt weltweite Anwendungserfahrungen in den Marktsegmenten Mobile und Industrie-Anwendungen sowie Fabrikautomation. Mit intelligenten Komponenten, maßgeschneiderten Systemlösungen, Engineering sowie Dienstleistungen schafft Bosch Rexroth die Voraussetzungen für vollständig vernetzbare Anwendungen. Bosch Rexroth bietet seinen Kunden Hydraulik, Elektrische Antriebs- und Steuerungstechnik, Getriebetechnik sowie Linear- und Montagetechnik einschließlich Software und Schnittstellen ins Internet der Dinge. Mit einer Präsenz in mehr als 80 Ländern erwirtschafteten rund 31.900 Mitarbeitende 2025 einen Umsatz von 6,5 Milliarden Euro.

Mehr Informationen unter www.boschrexroth.com

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunter-nehmen mit weltweit rund 413 000 Mitarbeitenden (Stand: 31.12.2025). Sie erwirtschaftete
im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 91 Milliarden Euro. Die Geschäftsaktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Mit seiner Geschäftstätigkeit will das Unternehmen übergreifende Trends wie Automatisierung, Digitalisierung, Elektrifizierung und künstliche Intelligenz technologisch mitgestalten. Die breite Aufstellung über Branchen und Regionen hinweg stärkt die Innovationskraft und Robustheit von Bosch. Mit seiner ausgewiesenen Kompetenz bei Hard-, Software und Services ist das Unternehmen in der Lage, Kunden domänen-übergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Zudem setzt Bosch sein Know-how in den Bereichen Vernetzung und künstliche Intelligenz ein, um intelligente sowie nutzerfreundliche Produkte zu entwickeln und zu fertigen. Bosch will mit „Technik fürs Leben“ dazu beitragen, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH sowie ihre rund 500 Tochter- und Regionalgesellschaften in mehr als 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 82 000 Mitarbeitende in Forschung und Entwicklung.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de

 

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Porträt eines Mannes, der in einer Produktionshalle steht; der Hintergrund ist leicht unscharf.

Steffen Winkler

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